Statut der ACLI Schweiz

Christliche Internationale Arbeitsnehmervereinigung

(Übersetzung aus italienischer Text)

 

Art. 1

Die Christliche Internationale Arbeitsnehmervereinigung stützen ihr Wirken zur Förderung der ArbeitnehmerInnen, auf die Botschaft des Evangeliums und auf die Lehre der Kirche, und streben nach einer Gesellschaft, in der die gesamte Entwicklung jedes Einzelnen nach der Grundsätzen von Demokratie und Gerechtigkeit geprägt ist.

 

Art. 2

Die ACLI fördern Solidarität und Verantwortungsbewusstsein, um dadurch eine neue Arbeits- und Lebensqualität im Zusammenleben und in der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Völkern und Kulturen zu schaffen. Sie setzen sich für den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung ein.

Die ACLI vereinen Arbeiter, Frauen wie auch Männer, jeder Nationalität, die die Ziele des Verbandes teilen. Sie setzen sich vor allem für die sozial Schwächen und die Randgruppen ein.

Auch können an die ACLI Verband andere Vereine angegliedert sein, deren Ziele denen der ACLI entsprechen und für die Zusammenarbeit bereit sind.

 

Art. 3

Die ACLI, eine Bewegung die sich im Sozialem- und im Bildungsbereich engagiert, wirken in eigener autonomer Verantwortung, um den Einzelnen und den Familien in ihrer Entfaltung durch Fortbildungsmassnahmen, sozialem Engagement und Verbandsarbeit zu fördern.

Unter Beachtung der Menschenwürde zielen die ACLI darauf, den Einzelnen zu kritischem Überlegen, Handeln und zur Eigenverantwortung zu erziehen. Eine christliche Grundeinstellung, die im ökumenischen Sinn dem Dialog gegenüber geöffnet ist, soll ebenfalls zum Ausdruck kommen.

Das soziale Engagement der ACLI geht von den Erfahrungen von Frau und Mann im Alltag und bei der Arbeit aus, verlangt Verantwortungsbewusstsein und schafft für den Einzelnen die Möglichkeit der Beteiligung an der Entwicklung einer gerechtere Gesellschaft und deren Institutionen.

Der soziale Dienst und die übrigen Aktivitäten des Vereins ACLI bilden die Grundlage zur Förderung von Solidarität, Selbstbestimmung, ehrenamtlicher Tätigkeit und sozialem Unternehmungsgeist, um den kulturellen, materiellen und sozialen Bedürfnissen der Menschen gerecht zu werden indem sie:

a) Hilfe und Betreuung in sozialen Belangen, im Bereich der Vorsorge, des Gesundheitswesen und in finanziellen Angelegenheiten durch das Patronato ACLI leistet;

b) Im Bereich der beruflichen Fortbildung und der Arbeitspolitik, mittels des Nationalen Verbandes zur beruflichen Fortbildung ENAIP und den dem letzteren eingegliederten regionalen Verbänden;

c) In den vielfältigen Aktivitäten des gesellschaftlichen Lebens tätig sind wie: Zusammenarbeit, ehrenamtliche Tätigkeiten, Umwelt, Sport, Tourismus und Kultur, durch Bildung von Verbänden und Durchführung von Initiativen, welche zuvor vom Nationalrat beschlossen wurden.

 

Art 4

Die ACLI sind eine Organisation in der Schweiz und Fürstentum Liechtenstein welche in Basisorgane (Circoli), kantonale/interkantonale sowie nationale Strukturen strukturiert. Der Sitz der ACLI Schweiz ist in Zürich. 

Jede Struktur der ACLI Schweiz:

a) fördert die aktive Teilnahme der Mitgliedern zur Erreichung der Ziele, welche in der Statut und in Tagungen und anderen Versammlungen der Verbände zur Planung und Organisation festgelegt wurden;

b) fördert die Mitgliedern auch in religiöser Hinsicht und ihnen hilft, ihr Christsein zu leben. Dazu wird den ACLI – Mitgliedern die Möglichkeit angeboten, das Evangelium zu vertiefen, wobei hierfür die Hilfe seitens der Kirchengemeinden erbeten wird;

c) verfolgt soziale, kulturelle, und ehrenamtliche Ziele, ohne materielle Bereicherung anzustreben; die Vorgehensweise resultiert aus den entsprechenden Regelungen des Nationalrats und sieht die Einbeziehung der kantonalen/interkantonalen Strukturen,

d) ergreift Initiativen, die dem Verbandsleben fördern; zum Beispiel durch Ausbildung im sozialem Bereich, ehrenamtlicher Arbeit und selbstorganisierten Dienstleistungen;

e) Ist von einem demokratischen Gremium geleitet, das in regelmässigen Abstände erneuert wird, und dessen Mitgliedern in jedem Fall Mitgliedern der ACLI sein müssen;

f) fördert eine Kultur der Legalität im Einklang mit der Bundes- und mit den jeweiligen kantonalen Verfassungen.


Art. 5

Mitglied der ACLI wird man durch die Teilnahme am Verbandsleben und an den Veranstaltungen, welche von der Basisstrukturen (Circoli) der ACLI, von ACLI-Verbänden oder anderen Verbände, die den ACLI angegliedert und im sozialem Bereich tätig sind, durchgeführt sind. 

Ordentliches Mitglied wird man, in dem man sich einschreibt, und nur so hat man im Verbandsleben der ACLI auch aktives und passives Wahlrecht. Die Mitgliedskarten der ACLI werden von der internationale Direktion (FAI) ausgestellt und durch die kantonale/interkantonale Struktur an die Basisstruktur verteilt. 

 


 

 

Vereinstrukturen

 

Art. 6

Die ACLI gründen auf art. 60 und folgenden des schweizerischen Zivilrechtes und entfalten ihre soziale Berufung durch:

a) Basisstuktur (Circolo ACLI): Verbände und organisierte Gruppen, in den Betriebstätten sogenannten „Circoli“; diese werden durch die kantonale/interkantonale Struktur als Treffpunkte, Orte mit Fortbildungsmöglichkeiten anerkannt; sie besitzen Eigeninitiative und Eigendynamik.

b) Kantonale/interkantonale Struktur (ACLI Cantonali/Intercantonali): diese haben die Aufgabe der offiziellen Vertretung auf regionaler Ebene, der Strukturierung und Koordinierung der Arbeit der ACLI, deren Verbände und des sozialen Dienstes auf Provinzebene; sie werden vom Nationalrat eingerichtet, und sind im Normalfall vom Einzugsgebiet her deckungsgleich mit einem Kanton oder mit einer Gruppe von Kantone der Schweiz oder vom Fürstentum Liechtenstein.

c) Nationale Struktur: mit rechtliche und soziale Vertretung, politische Ausrichtung, Leitung und Planung auf politische sowie auf inhaltliche Ebene der gesamten ACLI Bewegung in der Schweiz und auf dem Fürstentum Liechtenstein. Sie koordinieren die Tätigkeit der kantonalen /interkantonalen Struktur, der Verbände und der sozialen Dienste und im Einverständnis mit den jeweiligen offizielle Institutionen.

 


 

 

Gremien der Basisstruktur (Circolo)

 

Art 7.

Die Versammlung (Assemblea)

a) Setzt sich aus den Mitgliedern, die Mitsprache- und Stimmrecht haben zusammen;

b) Wählt den Präsident, jedes vierte Jahr;

c) Ernennt die Rechnungsprüfer;

d) Gibt dem Rat Anweisungen und prüft dessen Arbeit;

e) Verabschiedet jährlich den Haushaltsplan und die Bilanz.

 

Art 8

Das Präsidium der Basisstruktur (Presidenza di Circolo)

a) setz sich aus dem Präsident der Basisstruktur (Presidente di Circolo) und den anderen Mitgliedern des Präsidium - welche von der Versammlung gewählt wurden - dem Verantwortlichen der Jugendlichen der ACLI (Giovani delle ACLI) zusammen und der Verantwortlichen der Frauenbewegung (Coordinamento Donne); alle haben Stimmrecht;

b) leitet die Arbeit auf der Basisebene unter Berücksichtigung der Ziele, die von der Versammlung und von dem kantonalen/interkantonalen Organ festgelegt worden sind.

 


 

 

Gremien der Kantonalen oder Interkantonalen Ebene

 

Art 9

Versammlung der Präsidenten der Basisstrukturen: (Assemblea dei Presidenti di Circolo)

a) Ermöglicht eine bessere Koordination der Arbeit und die Umsetzung der politisch-programmatischen Richtlinien des kantonalen/interkantonalen Rat;

b) wählt alle vier Jahren aus der eigenen Reihen die Mitglieder des für das jeweiligen Einzugsgebiet zuständigen kantonalen/interkantonalen Rat;

c) Wird vom kantonalen/interkantonalen Rat mindestens ein Mal im Jahr einberufen.

 

Art. 10

Der kantonale/interkantonale Kongress: (Congresso Cantonale/Intercantonale)

a) Besteht aus den gewählten Delegierten, die von der Basisstrukturen entsprechend der Mitgliederzahl (Durchschnitt der letzten vier Jahre) gewählt wurden, gemäss den entsprechenden Richtlinien;

b) Bestimmt die Zusammensetzung des Kantonal- oder Interkantonalrates; die minimale Anzahl der Ratmitglieder ist auf 15 festgelegt; 

c) Wählt der kantonale/interkantonale Präsident (Presidente Cantonale/Intercantonale);

d) Wählt 2/3 der Mitgliedern des Kantonal- oder Interkantonalrates und die Delegierten der Region am Nationalkongress gemäss den vorgeschriebenen Richtlinien;

e) Wertet die getane Arbeit aus und legt Programm und Richtlinien fest.

 

Art. 11

Der Kantonal- oder Interkantonalrat: (Consiglio Cantonale o Intercantonale)

a) Stimmberechtigte Mitgliedern sind: die beim Kongress gewählten Räte, die bei der Versammlung der Vorsitzenden der Basisstrukturen gewählte Räte, der Koordinator der Jugendliche der ACLI, die Verantwortliche der Frauenbewegung;

b) Bestätigt die Zusammensetzung des Kantonal/Interkantonle Präsidium;

c) Ernennt die Mitglieder des kantonalen/interkantonalen Rechnungsprüfungsausschusses;

d) Definiert die Ziele und das Programm auf kantonale/interkantonale Ebene, setzt die Richtlinien für dessen Durchführung und überprüft ihre Wirkung;

e) Verabschiedet jährlich die Bilanz;

f) Ist zuständig - alle vier Jahren - für die Einberufung vom ordentlichen kantonalen/interkantonalen Kongress, und von einem ausserordentlichen Kongress, wenn dieser von mindestens 1/3 der Basisstrukturen (die mindestens die Hälfte der ordentlichen Mitgliedern vertreten) oder vom Nationalpräsidium der ACLI Schweiz gewünscht wird;

g) Ist zuständig - nach der Hälfte der Amtszeit - für die Einberufung einer Konferenz zur Auswertung der Organisation und des Programms;

h) Erfüllt die in dieser Statut erwähnten und die in den Durchführungsrichtlinien festgelegte Aufgaben.

 

Art. 12

Das kantonale/interkantonale Präsidium:

a) Leitet die ACLI auf kantonale/interkantonale Ebene in der Schweiz oder im Fürstentum Liechtenstein;

b) Erfüllt die in dieser Statut und in den Durchführungsrichtlinien vorgesehenen Aufgaben;

c) Beruft den kantonalen/interkantonalen Rat ein und bereitet dessen Sitzungen vor.

 


 

 

Gremien der Nationalorgane

 

Art 13

Der Nationalkongress der ACLI Schweiz:

a) Besteht aus den gewählten Delegierten, die von den kantonalen/interkantonalen Kongressen entsprechend der Mitgliederzahl (Durchschnitt der letzten vier Jahren) und gemäss den entsprechenden Richtlinien gewählt wurden;

b) Wählt der Nationalpräsident (Presidente nazionale);

c) Wählt die Räte die ihm umstehen (Consiglio nazionale);

d) Prüft die geleistete Arbeit und definiert die politischen und inhaltlichen Richtlinien;

e) Entscheidet über die Vorschläge zur Statutsänderungen.

 

Art 14

Der Nationalrat (Consiglio Nazionale):

a) Stimmberechtigte Mitgliedern sind:

− der Nationalpräsident, 

− die beim Kongress gewählten Räte, 

− die kantonalen oder interkantonalen Präsidenten;

− der Koordinator der Jugendlichen der ACLI und die Verantwortliche von der Frauenbewegung und US- ACLI;

Der Nationalrat:

b) verabschiedet den Vorschlag des Präsidenten über die Zusammensetzung des Nationalpräsidium;

c) ernennt die Mitgliedern des nationalen Aelterrates;

d) Ernennt die Mitglieder des nationales Rechnungsprüfungsausschusses;

e) Bestätigt die Ernennung einer Kommission, welche das Präsidium als nötig zur Realisierung von einem bestimmten Projekt als nötig betrachtet;

f) Definiert die Ziele und das Programm, die Richtlinien für deren Durchführung und prüft diese; 

g) Verabschiedet jährlich die Bilan

h) Ist zuständig für die Einberufung vom ordentlichen Nationalkongress, der alle vier Jahre stattfindet, und eines ausserordentlichen Kongresses, wenn dieser von mindestens 1/3 der Kantonal/Interkantonalräte gefördert wird,

wenn diese mindestens 1/2 der ordentlichen Mitgliedern vertreten;

i) Ist zuständig - nach der Hälfte der Amtszeit - für die Einberufung der Konferenz zur Auswertung der Organisation und des Programms;

j) Erfüllt die in dieser Statut erwähnten und in den Durchführungsrichtlinien festgelegten Aufgaben.

 

Art 15

Das Nationalpräsidium (Presidenza Nazionale):

b) Vom Nationalrat genehmigt setzt sich aus:

− Der Präsident

− Zwei Vize-Präsidenten

− Der Sekretär zur Organisation

− Der Sekretär zur Administration zusammen.

c) Die Kantonal/Interkantonalpräsidenten der Koordinator von den Jugendliche der ACLI und die Verantwortlichen der Frauenbewegung sind teil des Nationalpräsidium ohne Stimmrecht;

d) Führt die ACLI auf dem Gebiet der Schweiz und des Fürstentum Liechtenstein;

e) Erfüllt die in dieser Statut erwähnten und in den Durchführungsrichtlinien festgelegten Aufgaben;

f) Beruft den Nationalrat ein und bereitet diese Sitzungen vor.

 


 

 

Auswertung der Organisation und des Programms

 

Art 16

Der Nationalrat beruft nach der Hälfte seiner Amtszeit die Nationalkonferenz zur Auswertung der Organisation und des Programms ein, die auf Nationalebene stattfinden soll und die folgende Aspekte auswertet:

a. Die Effektivität der Verbandspolitik,

b. Die Übereinstimmung der Verbandsarbeit mit dem Wandel (im Bezug auf neuen Sprachen, Kulturen und Bevölkerungsgruppen), der sich in der Gesellschaft vollzieht,

c. Die Lebendigkeit der Strukturen,

d. Die Funktionalität der ACLI,

e. Die Funktionalität der sozialen Dienste, und zudem:

f) Beschliesst Strategien und definiert Projekte,

g) Entscheidet über Vorschläge zur Statutsänderung der ACLI Schweiz, welche am Nationalkongress vorgetragen werden.

 


 

 

Soziale Dienste (I Servizi)

 

Art 17

Die ACLI sind zum Wohl der Mitbürger im sozialen Bereich tätig; Sie versuchen innerhalb des Vereins zum sozialen Dienst zu sensibilisieren.

 

Zu diesem Zweck werden folgende Ämter gefördert:

a) Der Patronato ACLI für die soziale Belange der ArbeitnehmerInnen;

b) ENAIP, (Ente Nazionale ACLI per l’Istruzione Professionale), d.h. Amt für die berufliche Fortbildung;

c) US ACLI für die Förderung der sportliche Tätigkeiten;

d) ENARS (Ente nazionale ACLI per la Ricreazione Sociale), d.h. Amt für die Gestaltung der Freizeit.

Der Nationalpräsident der ACLI ist zugleich der Präsident aller vom Verein gegründeten Ämter, wobei er berechtigt ist, einem anderem Stimmberechtigten im Nationalpräsidiums das Präsidium des Amtes zu übertragen.

 


 

 

Soziale Organe (Soggetti sociali)

  

Art. 18

Jugendlichen der ACLI (Giovani delle ACLI):

a) Lebt das Verbandsleben wie in Art. 5 dieser Statut beschrieben;

b) Umfasst junge Erwachsene bis zum 30 Lebensjahr, die ACLI-MitgliederInnen sind;

c) Geht gemäss eigenen Richtlinien vor, die zuvor vom Nationalrat der ACLI ratifiziert wurden.

 

Art. 19

Koordination der ACLI Frauenbewegung der Schweiz (Coordinamento Donne): 

a) Vertritt und fördert die politische Rolle der Frauen der ACLI, sowohl auf Vereinsebene wie auch extern;

b) Führt im Rahmen der Richtlinien der ACLI Studien und Fortbildungsmassnahmen im sozialen und politischen Bereich durch, die dazu dienen sollen, Frauen in Verbänden zu vereinen und deren Gedanken und Erfahrungen ins rechte Licht zu rücken;

c) Beteiligt sich an der Erarbeitung der Richtlinien der ACLI und deren sozialer Dienste um positive Vorgehensweisen und eine Chancengleichheit zwischen Mann und Frau zu ermöglichen;

d) Legt die Arbeits- und Vorgehensweisen, gemäss einer Richtlinie, die vom Nationalrat verabschiedet wurde fest;

e) Handelt mit Mitteln und finanziellen Möglichkeiten, die vom  Nationalrat beschlossen wurden;

f) Organisiert während der Amtszeit eine Versammlung der Koordinierungsgruppen auf Basis-, Kantonal/Intercantonalebene, um deren Arbeit zu überprüfen und deren Entwicklung zu programmieren.

 


 

 

Angegliederte Vereine

 

Art. 20

Vereine, die von ACLI ins Leben gerufen wurden sind:

a) Unione Sportiva (US ACLI) ein Verein für sportliche sowie spielerische Tätigkeiten, dem Menschen jeden Alters und sozialen Schicht beitreten können;

b) Ente Nazionale ACLI Ricreazione Soziale (ENARS), Verein für die Freizeit, in dem kulturellen,

schauspielerischen, musischen und anderen Aktivitäten der Freizeitgestaltung angeboten werden.

Die Vereine, die von den ACLI ins Leben Gerufen werden:

a) Tragen zum Vereinsleben bei;

b) Fördern Initiativen, die von den Bedürfnissen und Interessen der Menschen ausgehen, ihnen Helfen zu entdecken, welches Potential in ihnen steckt und ihnen lernen, wie sie am Vereinsleben aktiv teilnehmen können;

c) Entwickeln ihre vereinigende und planerische Dynamik durch die Statutsgemäss gewählten Organe;

d) Arbeiten nach eigener Statut, die vom Nationalrat der ACLI ratifiziert wurden. 

 


 

 

Ehrenamtliche Arbeit

 

Art. 21

Die ACLI fördern die ehrenamtliche Arbeit als:

a) Quelle für die Verbandsarbeit;

b) Tätigkeiten im Zeichen der Solidarität mit den Menschen, den Familien und Interesse-Gemeinschaften (welche gemäss den in der Schweiz gültigen Gesetzen organisiert sind) und dies durch entsprechende Vereine, die auf verschiedenen Ebenen ins Leben gerufen werden;

c) Einsatz für die Solidarität und die Zusammenarbeit zwischen Nationalstaaten und Völkern, durch die Teilnahme an internationalen Initiativen, welche zur Friede und Weltoffenheit erziehen.

 


 

 

Weitere Initiativen

 

Art. 22

Die kantonalen/interkantonalen Räte

im Rahmen ihrer Einsatz zur Befriedigung der elementaren Bedürfnissen für eine würdige Lebensqualität wie im Art 3 dieser Statut:

a) Wägen die Möglichkeit ab, spezielle Veranstaltungen zu organisieren oder neue Institutionen zu schaffen;

b) Legen deren Ziel und Handlungsweise fest;

c) Geben Anweisungen und koordinieren ihre Arbeit;

d) Werten die Ergebnisse aus und vergleichen sie mit den vorgegebenen Ziele.

 


 

 

Externe Inkompatibilitäten

 

Art. 23

Für die Mitglieder des Nationalpräsidium und für die kantonalen/interkantonalen Präsidenten ist inkompatibel:

a) Die Leitungsverantwortung auf allen Ebenen im institutionellen Bereich;

b) Die Zugehörigkeit zu Vorständen, ausführende Organe, Ausschüssen und Beratungsgremien auf allen Ebenen, wenn es um politischen Parteien geht.

 


 

 

Interne Inkompatibilitäten

 

Art. 24

a) Die Angestellte der ACLI und der sozialen Dienste sowie der Verbände und weitere Initiativen, können höchstens 25% von der Nationalräte, die beim Nationalkongress gewählt werden, ausmachen. Angestellte welche von diesem Prozentsatz hinaus gewählt würden, müssen innerhalb von 15 Tage darüber entscheiden (mit schriftlicher Mitteilung am Nationalpräsidium der ACLI Schweiz), ob sie die Wahl annehmen und ihre Stelle künden. Die kantonalen/interkantonalen Räte können diese Richtlinien aufgrund Ihrer eigenen Bedürfnisse ausrichten und den genannten Prozentsatz verringern (nicht erweitern).

b) Die Koordinatoren und Leiter der sozialen Dienste und aller anderen Einrichtung der ACLI können nicht mit Stimmrecht an den ausführenden Organe des Verbandes teilnehmen, und dies auf der Ebene auf der ihr Amt ausüben.

c) Diejenigen, die innerhalb der sozialen Dienststellen der ACLI in einem Arbeitsverhältnis stehen oder dort beratende Funktion ausüben, können nicht an den Führungs- und Verwaltungsgremien teilnehmen, in denen sie in einem Arbeitsverhältnis stehen.

d) Die Rolle des Präsident auf National-, Kantonal- oder Interkantonalstruktur der ACLI kann nicht über zwei nacheinander folgende Mandaten hinaus auf dieselbe Person übertragen werden;

e) Die Rollen von Präsident auf Basis-, Kantonal-/Interkantonal- und Nationalebene sind inkompatibel untereinander. Es gilt keine Ausnahme.

 


 

 

Garantien der Statut

 

Art. 25

Ältestenrat (Collegio dei Probiviri) 

 

Beim Nationalrat der ACLI Schweiz ist ein Ältestenrat angesiedelt, welcher:

a) Sich aus 4 Männer oder Frauen (Probiviri) zusammensetzt, die vom Kongress und aus den Reihen der Mitgliedern gewählt wurden; sie üben weder auf Basis, Kantonal/Interkantonal- und Nationalebene einen Amt aus; gegen sie soll kein Disziplinarverfahren vorliegen;

b) Der Vorsitzender vom Ältestenrat, wird einer der vier Probiviri, nach interne Wahl;

c) Entscheidet über die ihm zugeschriebene Vorfälle und Angelegenheiten; um beschlussfähig zu sein, müssen mindestens drei der Ausschussmitgliedern anwesend sein.

 

Art. 26

Der nationale Ältestenrat hat Jurisdiktion über die Mitglieder des Verbandes die in der Schweiz und im Fürstentum Liechtenstein leben; innerhalb von zwei Monate entscheidet er über:

a) Anzeige eines Vorstosses gegen die Statut oder den Ausschluss eines Mitglieds;

b) eingereichten Widersprüche gegen die Ablehnung, bzw. Annahme eines Mitglieds beim Aufnahmeantrages;

c) Die von Mitgliedern eingereichten Widersprüche gegen Massnahmen der Kantonal/Interkantonalorgane. Gegen die Entscheidungen des Ältestenrates können die betroffenen Parteien beim Nationalrat innerhalb 30 Tage vom der Bekanntmachung Einspruch einreichen.

 

Art. 27

 

a) Die Anzeige und Widersprüche, die an den Ältestenrat gerichtet werde, müssen den entsprechenden Regionalvorsitzenden, die diese mit ihrer Meinung versehen innerhalb von 15 Tage weiterleiten.

b) Der Ältestenrat entschiedet über den Antrag durch Anhörung der Betroffenen.

 

Art. 28

 

a) Disziplinarmassnahmen sind:

b) Die Abmahnung;

c) Die Rüge;

d) Der Ausschluss für eine Zeit von einem Monat dis zu zwei Jahren; für Vorstandsmitgliedern heisst dies, dass sie des Amtes enthoben werde; es wir kein Ersatz gestellt bis zur endgültigen Entscheidung;

e) Der unwiderruflicher Ausschluss.

Die Ältestenräte teilen den Betroffenen und den antragstellenden Organe innerhalb von 10 Tagen ihre Entscheidung mit und begründen diese:

Die Mitgliedern die ausgeschlossen werden, da sie entgegen der Statut gehandelt haben, können nur nach Anhörung des

Ältestenrates der diese Massnahme ergriffen hat, wieder aufgenommen werde.

 

Art. 29

Die Organe der ACLI haben, in sehr schwerwiegenden Fällen, die Möglichkeit angezeigte Mitgliedern auszuschliessen; der Ausschluss muss jedoch innerhalb von 20 Tagen vom Ältestenrat ratifiziert werden, auch wenn dieser die Prüfung der Anzeige noch nicht abgeschlossen hat.

 


 

 

Ausserordentliche Verfahren

 

Art. 30

Die Nationaldirektion hat das Recht einen eigenen Beauftragten zu benenn, um zeitweilig eine oder mehrere Kompetenzen, wie sie in der Statut vorgesehen sind, auszufüllen, die von der Kantonal/Interkantonalorgane nicht wahrgenommen werden können. 

 

Art. 31

Die Nationalpräsidium hat das Recht den Kantonal/Interkantonalpräsidium aufzulösen, wenn dieser seine Aufgabe nicht erfüllt oder Aktivitäten ausführt, die gegen die Ziele und Richtlinien der ACLI sind. In solchen Fällen beruft der Nationalpräsidium innerhalb von 30 Tagen den Kantonal/Interkantonalrat um einen neuen kantonalen/interkantonalen Präsidium zu wählen

 

Art. 32

 

a) Der Nationalrat hat das Recht Statutsänderung vorzunehmen, nur mit dem Zweck dies Statut die den anderen FAI (Federazione ACLI Internazionali) Mitgliedern anzupassen

b) Der Nationalrat hat das Recht, den Kantonal/Interkantonalrat aufzulösen, wenn dieser seine Aufgabe nicht erfüllt oder Aktivitäten ausführt, die gegen die Ziele und Richtlinien der ACLI sind und in diesem Fall einen Kommissar zu berufen.

c) Durch Auflösung der Räte verlieren auch die entsprechenden soziale Organe auf gleicher Ebene ihre Gültigkeit.

d) Aus den selben Gründen hat das Nationalpräsidium ebenfalls das Recht, den Nationalrat aufzulösen und einen Kommissar zu bestimmen; dieser soll Mitglied der ACLI Schweiz sein.

Die betroffene Organe müssen den Mitgliedern der Räte, die aufgelöst werden, ihre Entscheidung schriftlich mitteilen.

 

Art. 33

 

a) Eventuelle Misstrauensanträge oder „impeachement“-Anträge gegen den Nationalpräsident müssen von mindestens 1/3 der stimmberechtigte Mitgliedern des Nationalrates eingereichtet werde;

Zu den „impeachemnt“-Anträgen nimmt der nationale Ältestenrat Stellung;

b) Das Misstrauensvotum gilt als angenommen, wenn die Mehrheit der Mitglieder des Nationalrates dafür stimmt:

c) In den Fällen dass der „impeachement- Antrag und das Misstrauensvotum angenommen werden, wählt der Rat den neuen Nationalpräsident mit einer Mehrheit von 2/3 der Stimmberechtigten Mitgliedern;

d) In den Fällen in denen diese Mehrheit nicht erreicht wird, muss der Präsident des nationalen Ältestenrates nochmals einen Nationalkongress einberufen.

 

Art. 34

 

a) Wenn eine neue Region auf dem Gebiet der Schweiz und des Fürstentum Liechtenstein eingerichtet wird, bestimmt die Nationalpräsidium - im Einverständnis mit dem regionalen Vorstand - einen Kommissar mit der Aufgabe, die Schaffung der Vereinsorgane zu überwachen;

b) Der Kommissar vertritt mit allen Vollmachten die ACLI und ihre soziale Dienste in der Region bis die Organe gewählt bzw. bis auf Widerruf seitens der Nationalpräsidium;

c) Die Inkraftsetzung einer neuen regionalen Struktur muss vom Nationalrat mit einfacher Mehrheit angenommen.

 


 

 

Widerspruchsanträge

 

Art. 35

Gegen die Entscheidungen der Organe der ACLI kann:

a) jedes Mitglied beim Nationalrat Einspruch einlegen, wenn seinen Antrag, eine neuen Basisstruktur aufzubauen, vom Kantonal/Interkantonalrat nicht angenommen wird;

b) jedes Mitglied des Präsidium der Basisstruktur, welcher vom Regionalrat durch Beschluss aufgelöst wurde oder dem die Anerkennung entzogen wurde, beim Nationalpräsidium Widerspruch einlegen, und dies innerhalb von 35 Tagen nach Bekanntgabe des Beschlusses;

c) jedes Ratsmitglied auf regionalen Ebene sich innerhalb von 30 Tagen nach Bekanntgabe eines Beschlusses an den Nationalrat wenden;

d) Der Nationalrat prüft die Widersprüche in der nächste geplante Sitzung.

e) Das Einreichen eines Widerspruches setzt aber nicht den Beschluss zur Auflösung der Organe ausser Kraft.

 


 

 

Vertretung und Vollmacht

 

Art. 36

 

a) Der Nationalpräsident hat die rechtliche Vertretung der ACLI gegenüber Dritten, in Fragen der ACLI von nationalem Interesse.

b) Die ACLI sind nur für die von ihrem rechtlichen Vertreter, bzw. dessen Stellvertreter übernommenen Verpflichtungen verantwortlich.

c) Die Präsidenten der Kantonal/interkantonal-  und der Basisstrukturen sind die rechtlichen Vertreter jeweils im entsprechenden Zuständigkeitsbereich, auch bei Gerichtsverfahren.

 

Art. 37

 

a) Bei allen administrativen, wirtschaftlichen und finanziellen Tätigkeiten bedarf es ausser der Unterschrift des Präsidenten der ACLI auch der Unterschrift des Mitglied des Nationalpräsidium, dem diese Aufgabe übertragen wurde.

b) Die Kantonal/Interkantonal- und Nationalpräsidium können ein weiterer Präsidiumsmitglied bestimmen, welcher die oben genannten Aufgaben in Vertretung des Präsidenten und des Mitglied des Präsidium der dafür bestimmt wurde, für den Fall dass beide abwesend oder verhindert sind.

c) Jede Verpflichtung mit finanzieller Verantwortung muss auf jeden Fall im Verlaufsprotokoll, gemäss Art. 41 dieser Statut, festgehalten werden.

d) Die Basisstrukturen und die Kantonal/Interkantonalstrukturen sind direkt in ihrem Einzugsbereich für dieVerpflichtungen verantwortlich, auf die sie eingegangen sind, und treten diese Verantwortung weder auf die höhere noch an die niedrige Ebenen ab.

e) Jede Struktur kann in ihrem Einzugsgebiet eigenständig entscheiden, auch über administrative Angelegenheiten.

f) Jegliche Verantwortung der EinzelmitgliederInnen ist ausgeschlossen; zudem haben sie keinen Anspruch auf das Vereinsvermögen.

 

Art. 38

 

a) Jedes Organ der ACLI, das administrative Aufgaben hat, wird von einem Rechnungsprüfungsausschus begleitet, der die Buchhaltung und jede finanzielle Transaktion prüft  und eine Rechenschaftsbericht als Vorlage des Jahresbilanzen abgibt; die Bilanz bezieht sich jeweils auf ein Kalenderjahr und wird den entsprechenden Organen zur Verabschiedung vorgelegt.

b) Die Rechnungsprüfer werden von den Vereinsorganen gewählt, dessen Bücher sie überprüfen.

c) Der Rechnungsprüfungsausschus besteht aus drei Rechnungsprüfern und zwei stellvertretende Rechnungsprüfer.

 

Art.39

 

a) Das Vermögen der ACLI besteht aus den Beiträgen der Mitgliedern sowie aus den beweglichen und unbeweglichen Güter, die sie hinzugewonnen haben. 

b) Die einzelnen Mitgliedern können im Fall ihres Austritt keinerlei Anteile vom ACLI Vermögen fordern.

c) Die Güter der ACLI, welche Eigentum der einzelnen Basisstrukturen sind oder von ihnen verwaltet werden, müssen in einem Inventar festgehalten werde, der beim Nationalpräsidium vorliegt. 

d) Die Kantonal/Interkantonalpräsidien müssen dem Nationalpräsidium das Inventar der Güter und Infrastrukturen der  ACLI-Sitze, die ihnen unterstehen, sowie den Inventare der Basisstrukturen die bei Ihnen zusenden.

 

Art. 40

Wird eine Basisstruktur aufgelöst oder macht sich diese von der Nationalpräsidium unabhängig, dann gehen ihre finanziellen Mitteln in den Besitz der Kantonal/Interkantonalpräsidium über, und von diesen aus den gleichen Gründenan den Nationalpräsidium. Dies geschieht im Einklang mit dem Schweizerischen Zivilrecht, wo dieser die Übertragung der Vermögen regelt. Falls es nicht möglich sein sollte, müssen die vorhanden Güter und finanziellen Mitteln einem Amt oder Institution „ohne Gewinnzwecken“ und welcher in seinem sozialem Zweck der ACLI nahe liegt gespendet werden .

 

Art. 41

Von allen Sitzungen der Organe der ACLI muss ein schriftliches Verlaufsprotokoll erstellt werden; nachdem dieser vorgelesen worden ist, muss vom Schreibenden und vom Präsidenten der entsprechende Organe datiert und unterzeichnet sein. 

  

Art. 42

Die Anwendungsrichtlinien der Statut, die vom Nationalrat verabschiedet wurden, sind Bestandteil der Statut. Falls die Anwendungsrichtlinien in Widerspruch zu dieser Statut wären, hat diese Priorität.

  

Art 43

Vorschläge zur Statutsänderungen müssen dem Nationalrat von den Kantonal/Interkantonalräte, von der Kantonal/Interkantonal- und Basiskongresse innerhalb der von den Richtlinien der Kongresse festgelegten Frist eingerichtet werden. Die Statut kann nur durch Beschluss des Nationalkongresses mit einer Mehrheit von 2/3 der Delegierten abgeändert werden.

  

Art. 44

Die Auflösung der ACLI kann nur im Rahmen eines ausserordentlichen Nationalkongress, welcher zu diesem Zweck einberuft wird, mit einer Mehrheit von ¾ der Stimmen erfolgen.

 


 

 

ACLI International

 

Art. 45

Die ACLI (Associazioni Cristiane Lavoratori Italiani) beteiligen sich an der Gründung der ACLI (Associazioni Cristiane Lavoratori Internazionali), welche die erste vier Artikel dieser Statut zustimmen, mit dem Zweck eine internationale und interkulturelle Mitarbeit zu entwickeln;

Die ACLI die ausserhalb von Italien anerkannt sind, sind der FAI (Federazione ACLI Internazionali) angegliedert;

Die ACLI auf der Welt können, vor allem was der Vereinsangliederung (Tesseramento) anbelangt und wenn die

Anweisungen dieser Statut nicht verletzen:

    • Ämter und Vereine im Sinne der lokalen Gesetzordnungen;

   • Sich anderen Vereine vereinigen, welche di gleiche Ziele nachgehen und ähnliche Richtlinien besitzen

 

Art. 46

Für alle was in dieser Statut nicht geschrieben steht, gelten die entsprechende rechtliche Richtlinien.

 

Art. 47

Zuständig in Gerichtverfahren ist Forum Zürich. (Juristich gilt nur die italienische Fassung des Statuts).

 

 

 

 

Die vorliegende Statut wurde vom IX Kongress der ACLI Schweiz in Basel am 31 Oktober 2004 angenommen und an X

 

Kongress der ACLI Schweiz in Winterthur am 19 Oktober 2008 bestätigt.